Weitere Bausteine
Digitale Werkerführung, Chargenrückverfolgung, papierlose Fertigung, Shopfloor Management, das Andon Board superusTV und vorbeugende Instandhaltung ergänzen das MES dort, wo Ihre Fertigung sie braucht.
superus MES macht sichtbar, was in Ihrer Fertigung tatsächlich geschieht, und steuert Ihre Aufträge auf Basis dieser Daten. Aufträge, Maschinendaten, Qualität und Energie laufen in einem System zusammen und geben Ihnen ein vollständiges Bild Ihrer Produktion in Echtzeit. Was das für Ihren Betrieb bedeutet:
Die großen Entdecker der Historie hatten an Bord keinen Mangel an Informationen. Der Steuermann las den Kompass, ein Matrose warf das Lot, ein anderer maß mit Logleine und Sanduhr die Fahrt, und der Navigator bestimmte die Position anhand von Sonne und Sternen. Jede dieser Angaben war für sich genommen richtig. Doch erst auf dem Kartentisch des Kapitäns wurden sie zu einem Kurs. Fehlte eine davon oder kam sie zu spät, lief das Schiff im Zweifel auf Grund.
In vielen Fertigungen ist die Lage vergleichbar. Das ERP-System kennt die Aufträge und Liefertermine. Die Maschine weiß, ob sie läuft. Der Werker weiß, warum sie stand. Der Meister weiß, welcher Auftrag als Nächstes dran ist, und die Instandhaltung führt ihre eigene Liste. Jeder hat einen Teil der Wahrheit, zusammengeführt wird er aber selten, und wenn, dann am nächsten Morgen in der Besprechung.
Ein Manufacturing Execution System ist die Brücke Ihrer Fertigung. Superus ipos führt Auftragsdaten, Maschinenzustände, Rückmeldungen und Planung an einer Stelle zusammen und zeigt jedem Beteiligten genau den Ausschnitt, den er für seine Entscheidung braucht. So wird aus vielen Einzelinformationen ein Kurs.
Ein Manufacturing Execution System (MES), auf Deutsch auch Fertigungsmanagementsystem, verbindet die Unternehmensplanung im ERP-System mit dem Geschehen an Arbeitsplätzen und Maschinen. Das ERP legt fest, was bis wann produziert werden soll. Das MES sorgt dafür, dass es gelingt: Es steuert die Aufträge durch die Fertigung, erfasst Zeiten und Mengen und macht Qualitätsprüfungen verbindlich.
Der wesentliche Unterschied liegt in der zeitlichen Auflösung. Das ERP plant in Tagen und Wochen mit Vorgabezeiten, das MES arbeitet in Minuten und Sekunden mit tatsächlich gemessenen Zeiten. Beide ergänzen sich: Das ERP liefert Aufträge und Stammdaten, das MES meldet Fortschritt, Mengen und Zeiten zurück.
Welche Aufgaben ein MES übernimmt, beschreibt die Richtlinie VDI 5600 in zehn Bereichen, von der Feinplanung über Datenerfassung und Qualitätsmanagement bis zum Energiemanagement. Nicht jeder Betrieb braucht alle in voller Tiefe. Superus MES ist deshalb modular aufgebaut und lässt sich genau auf die Aufgaben zuschneiden, die in Ihrer Fertigung den größten Nutzen bringen.
Ein MES wird von sehr unterschiedlichen Menschen genutzt: vom Bediener an der Maschine über Schichtleitung und Arbeitsvorbereitung bis zur Geschäftsführung. superus MES zeigt jedem die Sicht, die er für seine Aufgabe braucht, an der Maschine, am PC im Büro, auf dem Großbildschirm in der Halle oder auf dem Smartphone.
Jetzt kostenlos eine Vorführung anfordernsuperus MES ist modular aufgebaut. Jedes Modul ist für sich nutzbar und liefert eigenständig Ergebnisse.
Ihre Aufträge werden auf Maschinen, Werkzeuge und Personal verteilt, mit gemessenen statt geschätzten Zeiten. So entsteht ein Plan, der in der Halle auch funktioniert und sich anpasst, sobald sich durch Störungen oder Eilaufträge die Prioritäten ändern.
Die BDE liefert den Auftragsbezug. Am Terminal melden Mitarbeiter Arbeitsgänge, Mengen und Störgründe, erhalten Zeichnungen und Prüfvorgaben und quittieren Prüfschritte digital. So wissen Sie jederzeit, welcher Auftrag wo steht.
Die MDE liefert die Fakten aus der Maschine: Zykluszeiten, Stillstände und Stückzahlen. Allein eingesetzt schafft sie Transparenz über Ihren Maschinenpark, zusammen mit der BDE erweitert sie die Rückmeldungen um exakte Messwerte.
Strom, Gas, Druckluft und Wasser werden direkt am Verbraucher gemessen. So ordnen Sie Ihre Energiekosten verursachungsgerecht dem Auftrag, dem Artikel und der Anlage zu, statt sie pauschal umzulegen.
KI sagt Ausschuss voraus und erkennt Wartungsbedarf, bevor es zum Ausfall kommt. Die nötige Datenhistorie baut superus MES mit jedem Produktionstag auf, auf Wunsch vollständig auf Ihrer eigenen Infrastruktur.
Digitale Werkerführung, Chargenrückverfolgung, papierlose Fertigung, Shopfloor Management, das Andon Board superusTV und vorbeugende Instandhaltung ergänzen das MES dort, wo Ihre Fertigung sie braucht.
Wie ein MES im Alltag wirkt, zeigt sich am besten an einem einzelnen Auftrag. Das folgende Beispiel ist bewusst vereinfacht. Im Projekt passen wir die Abläufe an Ihre Fertigung an.
Auftrag wird erstellt und an die Produktion übergeben
Auftrag wird geplant und disponiert
Bearbeitung am Arbeitsplatz (mit Terminal)
Bearbeitung am Arbeitsplatz (mit Terminal)
Fertiger Auftrag wird verpackt und versendet
Der Auftrag kommt mit Arbeitsplan, Stückliste und Liefertermin aus dem ERP-System in die superus Produktionsplanung
Die Feinplanung legt ihn auf eine passende Maschine und reserviert die benötigten Werkzeuge. Grundlage für die Planung sind die zuletzt gemessenen Rüst- und Zykluszeiten dieses Artikels, nicht der Vorgabewert aus dem Stammdatensatz.
Der Mitarbeiter scannt den Auftrag am BDE-Terminal. Zeichnung, Rüstplan und Prüfvorgaben erscheinen in der freigegebenen Revision, und die Maschine wird für diesen Auftrag freigegeben.
Die Maschinendatenerfassung erkennt, dass die Zykluszeit seit einer halben Stunde deutlich über dem Sollwert liegt. Der Schichtleiter erhält eine Push-Benachrichtigung, bevor aus einer langsamen Maschine ein verspäteter Auftrag wird.
Ein Werkzeug ist gebrochen, die Anlage steht. superusTV zeigt den Zustand in der Halle, die Instandhaltung wird benachrichtigt, und die Plantafel markiert die betroffenen Folgeaufträge. Die Arbeitsvorbereitung disponiert um, solange es noch etwas umzudisponieren gibt.
Weil der Stillstand länger als 20 Minuten gedauert hat, ist die Maschine gesperrt. Der Bediener wählt am Terminal den Störgrund aus, danach wird die Anlage durch die Maschinendatenerfassung wieder freigegeben.
Gutmenge, Ausschuss, Zeiten und Energieverbrauch gehen an das ERP-System zurück. Die Nachkalkulation steht schon bereit, ohne dass jemand einen Zettel abtippt.
Jede dieser Informationen gab es auch früher schon. Neu ist, dass sie nicht mehr auf fünf Köpfe und drei Programme verteilt ist, sondern zum richtigen Zeitpunkt bei der Person ankommt, die handeln kann.
superusTV bringt den Zustand Ihrer Fertigung auf Großbildschirme in der Halle, für alle gut sichtbar. Je Bereich legen Sie fest, was erscheint: der Status jeder Maschine, der Fortschritt der Aufträge, die Kennzahlen der Schicht oder offene Anforderungen an Instandhaltung und Materialbereitstellung. Fordert ein Mitarbeiter Unterstützung an, sieht das jeder sofort, und die Reaktionszeit wird protokolliert.
Wo Stillstände und Fortschritt für alle sichtbar sind, fallen Wartezeiten früh auf, und die Schichtbesprechung beginnt mit Fakten statt mit Erinnerungen. In Betrieben, die Shopfloor Management einführen, wird superusTV so schnell zum sichtbarsten Teil des MES.
superus MES überwacht Ihre Fertigungsdaten laufend und benachrichtigt die zuständigen Personen, sobald ein festgelegtes Ereignis eintritt. Was eine Meldung auslöst und wer sie erhält, bestimmen Sie selbst, zum Beispiel:
Die Meldung erreicht Sie direkt auf dem Smartphone, auch wenn Sie gerade nicht in der Halle sind. So reagieren Sie in Minuten statt erst beim nächsten Rundgang oder beim Blick auf die Wochenauswertung.
superus MES kann nicht nur informieren, sondern auch eingreifen. Steht eine Maschine länger als eine von Ihnen festgelegte Dauer, wird sie gesperrt. Vor dem Wiederanlauf gibt der Bediener am Terminal den Grund für den Stillstand ein, erst dann gibt das System die Anlage frei. Verlustzeiten sind damit zeitnah und vollständig begründet, statt Tage später aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden zu müssen. Mehr dazu unter Maschinendatenerfassung.
Ein MES ist nur so gut wie seine Verbindungen. superus übernimmt Aufträge und Stammdaten aus Ihrem ERP- oder Warenwirtschaftssystem und meldet Fortschritt, Mengen und Zeiten zurück. Weil jede Systemlandschaft eigene Regeln hat, entwickeln wir die Anbindung im Projekt passend zu Ihren Abläufen. In bestehenden Installationen sind unter anderem SAP S/4HANA, SAP Business One, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Dynamics NAV, TimeLine, AlphaPlan, ProAlpha, Sage 100, Infor LN, InforCom, abas ERP, Böhme & Weihs, ProSoft und CASYMIR angebunden. Mehr dazu unter Betriebsdatenerfassung.
Gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern, Meistern und der Arbeitsvorbereitung sehen wir uns Arbeitsplätze und Anlagen an. Wir
analysieren die gelebten Abläufe, prüfen Steuerungen und vorhandene Signale und erfassen Ihre Systemlandschaft mit ihren
Schnittstellen.
Ihr Ergebnis: ein vollständiges Bild Ihrer Abläufe, Maschinen und Systeme.
Wir legen fest, mit welchem Modul und in welchem Bereich der Einstieg den größten Nutzen bringt, welche Daten erfasst
werden und in welcher Reihenfolge der Ausbau folgt. Dazu erhalten Sie eine Aufwandsschätzung.
Ihr Ergebnis: ein klarer Fahrplan mit Aufwandsschätzung, bevor Sie investieren.
Wir richten Superus ipos auf Ihre Buchungs- und Prozessabläufe ein und setzen die Schnittstellen zu Ihrem ERP-System
und weiteren Softwareprodukten um, in enger Abstimmung und mit regelmäßigen Zwischenständen. Die benötigte Hardware
liefern wir; Montage und Verdrahtung übernimmt Ihre Instandhaltung, wir helfen bei der Auswahl geeigneter Signalquellen.
Ihr Ergebnis: ein auf Ihre Fertigung zugeschnittenes System, startklar für den ersten Einsatz.
Ein abgegrenzter Bereich geht in Betrieb, idealerweise mit einer modernen und einer älteren Anlage. Wir schulen Ihre
Key-User, prüfen die Schnittstellen im Praxisbetrieb und setzen Verbesserungsvorschläge Ihrer Mitarbeiter kurzfristig um.
Ihr Ergebnis: erste belastbare Zahlen, geschultes Personal im eigenen Haus und Sicherheit vor dem Rollout.
Schritt für Schritt erweitern wir die Erfassung auf weitere Anlagen und Produktionsbereiche, begleitet von Schulungen für alle
weiteren Anwender.
Ihr Ergebnis: Transparenz über Ihre gesamte Fertigung.
Produktionsplanung, superusTV, Energiedatenerfassung oder KI-Anwendungen ergänzen Ihr MES, wann immer Sie bereit sind. Mit jeder Stufe
wächst zugleich Ihre Datenhistorie.
Ihr Ergebnis: ein MES, das mit Ihren Anforderungen mitwächst.
Ein Manufacturing Execution System (MES), auf Deutsch auch Fertigungsmanagementsystem genannt, ist die Software, die die Produktion steuert und überwacht. Es erfasst Betriebs- und Maschinendaten in Echtzeit und steuert die Aufträge durch die Fertigung. Ist ein ERP-System vorhanden, übernimmt das MES von dort Aufträge und Stammdaten und meldet Fortschritt, Mengen und Zeiten zurück. Typische Bestandteile sind Betriebsdatenerfassung, Maschinendatenerfassung, Produktionsplanung, Qualitätssicherung und Leistungsanalyse, etwa über die Gesamtanlageneffektivität (OEE).
Das ERP-System bildet die kaufmännischen Prozesse des gesamten Unternehmens ab: Vertrieb, Einkauf, Lager, Buchhaltung, Kalkulation und die übergeordnete Planung von Aufträgen und Terminen. Es arbeitet meist in Tagen und Wochen und mit Vorgabewerten aus den Stammdaten.
Das MES ist dagegen auf die Fertigung spezialisiert. Es erfasst in Minuten und Sekunden, was an Arbeitsplätzen und Maschinen tatsächlich geschieht, steuert die Aufträge durch die Produktion, sichert die Qualität und macht Verluste sichtbar.
Beide Systeme ergänzen sich: Das ERP weiß, was produziert werden soll, das MES weiß, wie die Produktion tatsächlich läuft. Über eine Schnittstelle erhält das MES Aufträge und Stammdaten, das ERP im Gegenzug verlässliche Ist-Daten aus der Fertigung.
Kern des Systems sind die Betriebsdatenerfassung (BDE), die Maschinendatenerfassung (MDE) und die Produktionsplanung. Darüber hinaus stehen Energiedatenerfassung, digitale Werkerführung, Chargenrückverfolgung, papierlose Fertigung, Shopfloor Management, das Andon Board superusTV, Push-Benachrichtigungen, vorbeugende Instandhaltung und KI-Anwendungen zur Verfügung.
Nein. superus MES ist modular aufgebaut, und Sie entscheiden selbst, mit welchem Umfang Sie starten. Viele Kunden führen von Beginn an mehrere Module ein, etwa Betriebs- und Maschinendatenerfassung gemeinsam. Ebenso gut ist ein Einstieg mit einem einzelnen Modul in einem abgegrenzten Pilotbereich möglich. Weitere Module lassen sich jederzeit ergänzen, ohne Systemwechsel, denn alle arbeiten auf derselben Datenbasis.
superus MES eignet sich für produzierende Unternehmen jeder Größe, vom kleinen Fertigungsbetrieb bis zum Werk mit mehreren tausend Mitarbeitern. Entscheidender als die Größe ist die Frage, ob Sie heute verlässlich wissen, wo ein Auftrag steht, warum eine Anlage stillstand und wie lange die Bearbeitung tatsächlich gedauert hat. Wenn nicht, liefert ein MES genau diese Antworten. Der Einstieg ist auch mit wenigen Maschinen oder Arbeitsplätzen möglich und lässt sich später schrittweise erweitern.
Die Kosten hängen vor allem von der Zahl der angebundenen Arbeitsplätze und Maschinen, den gewählten Modulen, der benötigten Erfassungshardware und dem Aufwand für Schnittstellen zu Ihren bestehenden Systemen ab. Bei der Finanzierung haben Sie die Wahl: Sie erwerben superus MES als Einmalinvestition oder nutzen es als SaaS-Modell gegen eine monatliche Gebühr. Da sich das System schrittweise einführen lässt, können Sie die Investition zudem auf mehrere Stufen verteilen. Nach einer Aufnahme vor Ort erhalten Sie eine konkrete Aufwandsschätzung mit Stufenplan.
In bestehenden Installationen ist superus MES unter anderem an SAP S/4HANA, SAP Business One, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Dynamics NAV, TimeLine, AlphaPlan, ProAlpha, Sage 100, Infor LN, InforCom, abas ERP, Böhme & Weihs, ProSoft und CASYMIR angebunden. Die Schnittstelle wird im Projekt entwickelt und an Ihre Abläufe angepasst. Ist Ihr ERP-System nicht aufgeführt, ist das kein Hindernis, denn die Anbindung weiterer Systeme gehört zu unserem Alltag.
superusTV ist das Andon-Board unserer MES Lösung. Es zeigt den Zustand der Fertigung auf Großbildschirmen in der Halle: den Status jeder Maschine, den Fortschritt der laufenden Aufträge, die Kennzahlen der aktuellen Schicht und offene Rufe an Instandhaltung oder Materialbereitstellung. Welche Inhalte in welchem Bereich erscheinen, legen Sie selbst fest.
Ja. Neben modernen Steuerungen, die über Protokolle wie OPC UA, MQTT oder Modbus TCP angebunden werden, erfasst die Maschinendatenerfassung von superus auch Maschinen ohne Daten-Schnittstelle. Die Signale werden dann auf Feldebene direkt an der Anlage abgegriffen, bei Bedarf mit nachgerüsteter Sensorik. So laufen alte und neue Anlagen in einem MES zusammen.
KI-Anwendungen in der Produktion benötigen eine lange und lückenlose Historie von Produktionsdaten in gleichbleibender Qualität. Ein MES ist der übliche Weg, diese Historie aufzubauen, weil es die Daten strukturiert, mit Zeitstempel und mit Auftragsbezug erfasst. Da sich fehlende Daten nicht rückwirkend erzeugen lassen, entscheidet der Zeitpunkt der Einführung mit über den späteren Nutzen.
Ob Sie ein vollständiges MES planen oder zunächst mit einem einzelnen Modul beginnen möchten: Der nächste Schritt ist kein Angebot, sondern ein Termin bei Ihnen vor Ort. Wir sehen uns Ihre Abläufe und Ihren Maschinenpark an und erarbeiten gemeinsam, mit welchem Baustein der Einstieg bei Ihnen den größten Nutzen bringt. Auf Ihre Anfrage erhalten Sie innerhalb eines Arbeitstags eine persönliche Rückmeldung.